Fachleuten war ohnehin immer klar: Für die Energiewende, Energieeffizienz und CO2-Einsparung braucht es auch eine Wärmewende. Immer mehr kommt diese Erkenntnis und die Diskussion darüber auch außerhalb der Fachwelt in der Bevölkerung an. Die Gesetzgeber in Österreich und der EU reagieren mit Richtlinien, allerdings unterschiedlich zögerlich – besonders hinsichtlich des Altbestandes an Gebäuden.
Sprechen wir von erneuerbaren Energien, Energieeffizenz und CO2 Einsparungen, denken wir meist an den Stromsektor, an Photovoltaik, Windkraft oder Wasserkraft. Ein Großteil der Energie bei uns und in den übrigen Ländern der EU wird allerdings für den Wärmebereich genutzt. Dieser Wärmebereich wird noch immer vorwiegend mit fossilen Energieträgern versorgt, womit die unbedingt zu erreichenden Klimaziele nicht erreicht werden können.
Die auf europäischer Ebene geschaffenen Richtlinien zur Energieeffizienz im Gebäudesektor gelten für Neubau ebenso wie für die Sanierung des Altbestandes. Diese Mindestanforderungen an die thermische Qualität der Gebäude sind auch bei uns in nationales Recht umgesetzt worden.
Damit diese Dekarbonisierung des Gebäudesektors gelingt, brauchen wir neue architektonische Konzepte und ambitionierte Sanierungsfahrpläne für den Gebäudebestand. Und wir müssen erneuerbare Energien zum Heizen und Kühlen der Gebäude effizient einbinden. Wie die Strategie dafür auf europäischer Ebene aussieht und wie eine solche Wärmewende bis 2050 auch in Österreich umgesetzt werden kannt, ist das Thema der nächsten Energiegespräche.
Diese Energiegespräche stehen im Zeichen des leider viel zu früh verstorbenen Kollegen Raphael Bointner, der sich ebenfalls leidenschaftlich mit diesen Themen auseinandergesetzt hat.
Nach den Impulsreferaten findet eine Podiumsdiskussion unter Einbindung des Publikums statt. Zum Abschluss der Veranstaltung sind Sie zu einem kalten Buffet eingeladen.
Die Teilnahme ist kostenlos! Anmeldeschluss: 2. März 2018. Online-Anmeldung
„Wärmewende: Null Emissionen in Österreich & Europa? In memoriam Raphael Bointner“
Dienstag 6. März 2018, 18:30 Uhr Technisches Museum Wien – Festsaal, Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien
Wohnen, Energie nutzen zu können und mobil zu sein und auf unsere Umwelt zu achten sind Grundvoraussetzungen für unser heutiges Leben und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen. Diese Themenkreise bearbeite ich in meinem wohnblogAT. Wenn Sie Ihre Kommunikation in diesen Themenfeldern optimieren wollen, kann ich Ihnen helfen. Hier finden Sie mein Impressum.
Wenn Sie mit einer Photovoltaikanlage selbst Sonnenstrom auf Ihrem Dach erzeugen, möchten Sie möglichst viel davon selbst verbrauchen – so rechnet sich Ihre Anlage am schnellsten. Dazu können Sie einen Batteriespeicher installieren.
Aber auch ohne Investition in eigene Akkus können Sie Strom speichern: Mieten Sie virtuellen Speicher in der Solar-Cloud. Dafür gibt es bereits Angebote, und sie werden immer mehr.
Für einen monatlichen Fixpreis bietet der deutsche Stromversorger Eon seinen Kunden das Speichern von selbst erzeugtem Sonnenstrom in einer Solar-Cloud an.
Besitzer von Photovoltaikanlagen können ihren Solarstrom als virtuelles Stromguthaben in sonnenlosen Zeiten (Winter, Nacht) nutzen, ohne einen Batteriespeicher zu kaufen.
Dieses Stromguthaben können aber auch auswärts studierende und in einer Wohngemeinschaft lebende Kinder nutzen.
Eon bietet diese Solar-Cloud zunächst in Deutschland (dzt. rund 1,6 Millionen Photovoltaikanlagen) und Italien an.
Batteriespeicher-Hersteller Sonnen schafft ein virtuelles Kraftwerk durch die Vernetzung der Speicher von Privathaushalten.
Kommentar
Wer sich möglichst unabhängig mit Sonnenstrom vom eigenen Dach versorgen möchte, wird auch weiterhin selbst einen Batteriespeicher installieren. Das ist auch ohne großes eigenes Knowhow möglich, beispielsweise mit Komplettpaketen von der Beratung über die Errichtung bis hin zur Förderungsabwicklung. Wegen der langen Lebensdauer von Photovoltaikanlagen schadet es nicht, mehrere Beratungen und Angebote von verschiedenen Anbietern zu nutzen. Im Sonnenstrom-Vorzeigebundesland Niederösterreich bietet beispielsweise der Landesenergieversorger EVN ein solches Komplettpaket einschließlich Garantie und Gewährleistung an.
Die Kelag bietet mit dem Sonnenplus-Speicher bereits seit einigen Jahren die Möglichkeit, ohne eigenen Batteriespeicher 100 Prozent des selbst erzeugten Sonnenstroms auch selbst zu nutzen. Dabei kaufen Sie jeweils für zwei Jahre eine bestimmte Speicherkapazität, die von der Größe Ihrer Photovoltaikanlage und ihren Verbrauchsgewohnheiten abhängt.
Ende 2017 starteten Verbund AG, Salzburg AG und Salzburg Netz GmbH mit dem Software-Lieferanten FH Salzburg in Köstendorf bei Salzburg ein Pilotprojekt Mieterstrom auf Blockchain-Basis. Dabei wird die Verteilung von selbst erzeugtem Mieterstrom in Mehrfamilienhäusern erforscht: BewohnerInnen können ihren Anteil am Sonnenstrom in der privaten Blockchain untereinander ohne Mitwirkung des externen Stromversorgers handeln und so einen Ausgleich der verschiedenen Nutzungsgewohnheiten und eine möglichst hohe Eigennutzung erreichen.
Wohnen, Energie nutzen zu können und mobil zu sein und auf unsere Umwelt zu achten sind Grundvoraussetzungen für unser heutiges Leben und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen. Diese Themenkreise bearbeite ich in meinem wohnblogAT. Wenn Sie Ihre Kommunikation in diesen Themenfeldern optimieren wollen, kann ich Ihnen helfen. Hier finden Sie mein Impressum.
Welche Verbraucher-Beratungsstellen für Energiefragen gibt es in Österreich? Sprechen Sie unbedingt auch mit Ihrem Gemeindeamt oder Stadtamt: Viele Gemeinde bieten besonders im Zusammenhang mit Sanierungen und Neubauten von Gebäuden Energieberatungen an und klären auch über Förderungen auf.
Manche Gemeinden oder Gemeindeverbände haben eigene Förderprogramme für Energiesparmaßnahmen, Thermographie oder für die Erstellung von Energieausweisen. Energieeffizienz, energiesparen, energiesparend bauen, dämmen, Sonnenenergie, Batteriespeicher usw.
Anlauf- und Beratungsstelle zu Energieeffizienz, Energieverbrauch, Energiekosten und Energiearmut 9020 Klagenfurt am Wörthersee, St. Veiter Straße 31 Telefon: +43 463 521-3500 Mail: energieberatung@stw.at | Website
Energieservice für Haushalte Kostenlose Energie-Erstberatung, Beratung in Bau- und Energietechnik, Wärmepumpen, Automatische Wohnraumlüftung, Brennwerttechnik, Warmwasserbereitung mit Solarenergie, Fernwärme aus Biomasse, Erdgas, „Eisspeicher”, Berechnung von Energieausweisen, Durchführung von Luftdichtheitsmessungen, Thermografie
Energie Tirol ist die Beratungseinrichtung des Landes Tirol. Experten geben wichtige Informationen und Tipps zu Dämmsystemen, Fenstern und Verglasungen, umweltfreundlichen Heizungen, Nutzung von Sonnenenergie, Fördermöglichkeiten und vielem mehr.
Grundgedanke einer Genossenschaft ist es, dass sich Ziele gemeinsam besser erreichen lassen als im Alleingang.
Gerade wenn es um wirtschaftliche Ziele geht, ist die Kraft eines Einzelnen begrenzt, schließt man sich allerdings in Kooperationsformen zusammen, werden Selbstständigkeit und Gleichberechtigung oft eingeschränkt.
Nicht so bei den Genossenschaften.
Die Genossenschaftsidee und deren Grundprinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung soll jetzt sogar in die Liste des Immateriellen Kulturerbes des UNESCO-Welterbes aufgenommen werden, da sie sich nachhaltig sozial, ethisch, wirtschaftlich und kulturell auswirke.